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Unsere
Geschichte

Beständig
im Wandel

Seit ihrer Gründung im Jahr 1892 hat sich die Papierfabrik Nossen stetig gewandelt – vom regionalen Handwerksbetrieb zur spezialisierten Produktionsstätte für hochwertige Filter- und Spezialpapiere. Jede Epoche brachte technische Fortschritte, wirtschaftliche Umbrüche und neue Perspektiven. Was blieb, ist die enge Verbindung zur Region und das Wissen um die Kunst des Papiers – ein Stück Industriegeschichte, das bis heute lebendig geblieben ist.

Unternehmenspolitik Nachhaltigkeit und Qualität

Mehr als 160 Jahre Papierverarbeitung an der Freiberger Mulde in Nossen

ab 2007

Investitionen in Wachstum und Zukunft

Heute & morgen
Fortlaufende Investitionen in Automatisierung und moderne Produktionsprozesse zur nachhaltigen Zukunftssicherung.
Nachhaltigkeit
Installation einer Photovoltaikanlage als aktiver Beitrag zur CO₂-Reduzierung.
Innovation & neue Märkte
Ausbau automatisierter Verpackungsanlagen und kontinuierliche Erweiterung der Lagerkapazitäten am Standort.
Innovation & neue Märkte
Einführung neuer Produkte wie des „Universalkaffeefilters“ sowie moderner Verpackungslösungen zur Erschließung internationaler Märkte.
Ausbau von Produktion & Sortiment
Investitionen in neue Produktionslinien und Hochleistungsmaschinen ermöglichen die Erweiterung des Portfolios. Von Kaffeefiltern über Spezial- und Dentalpapiere bis hin zu Backpapier.
Neuer Firmenverbund & Qualität
Integration in den Firmenverbund der Papierfabrik Netstal (Schweiz) mit Fokus auf hochwertige Papierproduktion, nachhaltige Ressourcen, Verwendung von klarem Bergquellwasser und klimafreundlichem Strom aus Wasserkraft.

1980–2006

Neuausrichtung und Spezialisierung

Nach 1990 wurde der Standort zunächst als Teil der Dresden Papier AG, später als PACLAN Papierprodukte GmbH und ab 2001 als CeDo Papierprodukte GmbH geführt. 2002 erfolgte eine Umstellung auf die Weiterverarbeitung, insbesondere für Kaffeefilter. 2006 endete der Papiermaschinenbetrieb; die Verarbeitung blieb bestehen. Im selben Jahr wurde der Standort von der Papierfabrik Netstal übernommen und als KONOS GmbH weitergeführt. Die Papierproduktion in Nossen wurde stillgelegt, während die Papierfabrik Netstal bis heute Spezialkrepppapier produziert, das in der KONOS GmbH in Nossen zu verschiedenen Kaffeefiltern und weiteren Papierprodukten weiterverarbeitet wird.

1960–1980

Integration in Kombinatsstrukturen

In den 1960er- und 1970er-Jahren wurde der Betrieb stärker in die zentralen Organisationen der Papierindustrie eingebunden. Nossen spezialisierte sich auf bestimmte Papiersorten und war ab 1981 als Werk Nossen Teil des Kombinats Heidenau.

1950–1960

Neustrukturierung und Modernisierung

Mit der Umwandlung in den VEB Papierfabrik Nossen begann eine Phase technischer Erneuerung. Beschäftigte reparierten ältere Anlagen, bevor zwischen 1956 und 1957 Modernisierungen umgesetzt wurden. Sicherheitsmaßnahmen und Produktionsziele wurden ausgebaut.

Die Dampfmaschine hinter der Siebpatie um 1956
Dampfmaschine hinter der Siebpartie*
1945–1949

Wiederaufnahme nach Kriegsende

Ab August 1945 wurde die Holzschleiferei wieder betrieben. Trotz Material- und Personalknappheit lief die Papierproduktion ab 1946 schrittweise an. Technische Ausfälle und Schäden führten in den folgenden Jahren zu zeitweisen Unterbrechungen. 1956 erfolgte die Überführung in Volkseigentum.

1933–1945

Produktion unter staatlicher Steuerung

Ab 1933 war die Fabrik Teil der zentral gelenkten Wirtschaft. Das Sortiment umfasste vor allem Verpackungs- und Verwaltungspapiere. Rohstoffmangel und eingeschränkte Arbeitsbedingungen führten im März 1944 zur Einstellung der Produktion.

1919–1933

Wirtschaftliche Schwankungen

Nach dem Krieg wurde der Betrieb wieder aufgenommen. Elektrische Energie und neue Anlagen verbesserten die Produktion, doch Inflation und Weltwirtschaftskrise führten zu wiederkehrenden Belastungen. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen blieb die Fertigung bestehen.

1900–1918

Technischer Fortschritt und Kriegsjahre

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erfolgten Modernisierungen, Elektrifizierung und Erweiterungen der Anlage. Mit dem Ersten Weltkrieg gingen Produktionsrückgänge einher; die Herstellung verlagerte sich teilweise auf militärische Erzeugnisse. 1918 war nur noch eine Maschine in Betrieb.

1892–1900

Aufbau einer Papierfabrik

1892 gründete Karl Reinecke die Papierfabrik Nossen. Mit Wasserkraft der Freiberger Mulde wurde Strohpapier für Verpackungen hergestellt. Werkstätten, Verwaltungsgebäude und Arbeiterwohnungen entstanden, wodurch sich der Standort fest etablierte.

Alte Anzeige einer Mitarbeitersucher um 1873
Mitarbeitersuche um 1873
1857–1867

Gründung und erste Produktion

1857 erwarben Johann Georg Ernst Starke und Georg Ludwig August Walther Grundstücke unterhalb der Mühle und gründeten eine Papierproduktion, die 1858 begann. Nach einer kurzen Wachstumsphase führten Eigentümerwechsel und wirtschaftliche Schwierigkeiten 1864 zu einem vorläufigen Stillstand.

1540–1857

Von der Mühle zur Industrie

Nach der Auflösung des Klosters Nossen im Jahr 1540 ging die „Rothe Mühle“ in staatlichen Besitz über. 1831 erwarb Ernst Ferdinand Philipp das Gelände und legte damit den Grundstein für eine gewerbliche Nutzung. Im 19. Jahrhundert bildete sich daraus ein Standort mit wirtschaftlichem Entwicklungspotenzial.

* Das Bild ist ein Fundstück aus einer privaten Sammlung.